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Hallo,
ich bin der Luke, ein sehr schöner, aber auch sehr trauriger
tricoleurfarbener Collierüde und die sablefarbene Schönheit
neben mir, das ist meine Freundin Marie. Heute möchte ich
euch unsere Geschichte erzählen, eine Geschichte die einmal
mehr deutlich werden lässt, wie leichtfertig Menschen mit
dem Leben eines Tieres umgehen. Die Marie und ich, wir hatten
bis vor einigen Monaten ein mehr oder weniger gutes Leben. Wir
mussten zwar draußen in Zwinger leben, aber immerhin kann
man an unserer etwas aus der Form geratenen Figur erkennen,
dass wir wohl auf jeden Fall immer satt zu fressen hatten...
Es war wie gesagt vor einigen Monaten, da fing meine Marie plötzlich
an zu"kränkeln". Sie frass nicht mehr richtig,
musste oft erbrechen und es plagte sie ein ganz entsetzlicher
Durchfall. Sie mochte sich kaum noch bewegen und wenn ich mal
ehrlich in mich hinein horchte, dann musste ich mir auch eingestehen
dass mir oft auch mein Rücken weh tat und das mir jeden
Morgen das Aufstehen schwerer fiel - die vielen kalten Tage
und Nächte auf dem harten Betonboden des Zwingers waren
eben auch an mir nicht spurlos vorbei gegangen. Unser Chef,
der Zweibeiner, schimpfte oft mit Marie, diese Sauerei mit dem
Durchfall und das es so nicht mehr weiterginge. Ständig
dieser Gestank aus dem Zwinger und überhaupt seinen wir
beiden auch nicht mehr so wachsam wie früher. Marie schämte
sich ganz entsetzlich und frass bald gar nichts mehr. Ich machte
mir ernsthafte Sorgen um sie, denn sie wurde immer dünner.
Ich schmiegte mich Nachts eng an sie und versuchte sie wenigstens
ein wenig warm zu halten, doch sie wurde immer schwächer
und ich dachte schon das man mit dem "Schlimmsten"
rechnen müsste. Doch dann schien die Wende zu kommen, denn
eines Morgens, es war noch recht früh und noch nicht einmal
richtig hell, kam unser Chef und holte uns. Er packte Marie
und lud sie in Auto. Freudestrahlend lief ich - so schnell meine
alten Beine mich trugen - hinter ihnen her. Endlich würden
wir zum Tierarzt fahren, ich spürte, es würde eine
bedeutende Wende in unserem Leben geben. Wie gesagt, ich spürte
das sich etwas ändern würde, aber ich hatte so ein
komisches Gefühl. Die dunkle und negative Aura die unseren
Chef umgab, die machte mir doch echte Sorgen... und ich hatte
Angst, zum ersten Mal in unserem eintönigen Leben hatte
ich richtige Angst. Es ruckte und das Auto fuhr an und es fuhr
und fuhr und fuhr. Ich weiß nicht so ganz genau wie lange
wir nun gefahren waren, aber Marie war schon wieder fest eingeschlafen
- sie war schwach und schien sich keine Sorgen zu machen. Ich
schaute die ganze Zeit beunruhigt aus dem Fenster, denn die
Gegend wurde immer fremder und so sehr ich auch versuchte mir
den Weg nach Hause zu merken, es gelang mir einfach nicht. Irgendwann
begann der Wagen zu rumpeln und hoppeln und ich bemerkte das
wir von der Hauptstraße abgebogen waren und auf einem
kleinen Feldweg fuhren. Es dauerte dann nicht mehr lange und
das Auto stoppte. Unser Chef stieg aus und öffnete hinten
die Klappe. Unsanft schnappte er Marie und beförderte sie
an den Wegesrand, er legte sie einfach ins Gras. Ich machte
mir große Sorgen um sie, wenn er ihr bloss nicht weh tun
würde und ich sprang aufgeregt hinterher. Meinen wehen
Rücken bemerkte ich in diesem Moment nicht...
Das
letzte was wir von unserem Chef sahen und hörten, war ein
derber Fluch, denn Marie hatte in den Kofferraum des Wagens
gebrochen. Das Auto fuhr an und fassunglos sahen wir ihm hinterher.
Wenn ich ja mit allem gerechnet hatte, aber damit nicht! Wie
konnte er uns hier ganz allein zurück lassen? Marie war
doch zu schwach zum laufen und er musste doch auch wissen das
ich mir den langen Rückweg nicht merken konnte. Ich stand
da und starrte ihm hinterher und sogar Marie hatte versucht
sich aufzusetzen, war aber gleich wieder in sich zusammen gesackt.
Ich muss lange so dagestanden haben und in die Ferne geschaut
haben. Ich konnte einfach die Hoffnung nicht aufgeben, dass
er es sich doch noch einmal anders überlegt hat und uns
wieder abholt. Doch die Zeit verging und er kam nicht, er kam
nicht wieder zurück, nie wieder! Als es dunkel wurde legte
ich mich neben Marie und versuchte zu schlafen. Mir knurrte
der Magen und ich hatte Durst, was sollte bloss aus uns werden???
Marie hatte den ganzen Tag da gelegen und geschlafen, ich glaube
sie war gar nicht mehr richtig bei Bewusstsein. Ich versuchte
mit ihr zu reden, aber auch dazu hatte sie keine Lust. Auch
der folgende Tag verging und ich hatte schon fast alle Hoffnung
aufgegeben, als ich plötzlich die Stimmen von Kindern hörte.
Sie kamen heran und streichelten uns... wie schön, sowas
hatten wir schon Jahre lang nicht mehr genießen können
und in diesem Moment war nicht einmal der Hunger und Durst mehr
schlimm...Eines der Kinder lief dann irgendwann aufgeregt los
und holte einen von den großen Chefs. Auch die waren freundlich
zu uns und irgendwann kam ein Auto und wir ließen uns
ohne große Gegenwehr einpacken und mitnehmen. Leider nahm
man uns nicht mit nach Hause, wie ich ehrlich gesagt gehofft
hatte, sondern brachte uns in ein Tierheim. Wir wurden ausgeladen
und in einen Zwinger verfrachtet. Ich war erleichtert, denn
es war wenigstens eine kleine Hütte vorhanden...darin konnte
Marie schlafen und sie würde nicht zu sehr auskühlen.
Von nun an bekamen wir wenigsten wieder regelmäßig
zu fressen und man hatte auch ab und zu ein paar freundliche
Worte für Marie und mich über, aber mehr geschah eben
nicht und ich stand hilflos dabei und musste ansehen wie meine
Marie immer kranker wurde. Es vergingen einige Tage und irgendwann
kam eine der jungen Frauen zu uns und sprach sehr liebevoll
und nett mit uns, wieder hatte ich das Gefühl das sich
etwas in unserem Leben ändern würde und so geschah
es dann auch. Es war wohl so um die Mittagszeit, als es plötzlich
unruhig im Tierheim wurde, alle Hunde bellten, denn es kündigte
sich Besuch an... ein Auto war gekommen. Alle waren aufgeregt,
denn es kamen selten Autos hierher und wenn dann höchstens
um jemanden zu bringen... Wie es schien war es diesmal allerdings
nicht so. Es kamen 2 junge Männer und redeten beruhigend
auf uns ein, Hände streichelten uns und starke Arme hoben
uns hoch und trugen uns aus dem Zwinger in ein Auto. Hier war
eine weiche Decke für uns vorbereitet und wir bekamen Wasser
zu trinken. Plötzlich hatte ich das Gefühl das jetzt
alles gut werden würde und legte mich ruhig hin. Zum ersten
Mal seit Wochen konnte ich wieder richtig fest schlafen und
hatte ein gute Gefühl. Die Fahrt dauerte endlos lang, aber
das störte uns nicht... es würde alles gut werden.
Als wir aus dem Auto gehoben wurden kamen gleich einige Menschen
in weißen Kitteln an und ich wusste das sie meiner Marie
helfen würden. Sie nahmen sie mit und ich wartete mit einem
der 2-Beiner in einem anderen Raum. Es schien sehr lange zu
dauern, aber dann durfte ich zu ihr. Sie machte einen guten
Eindruck und ich konnte mich sogar mit ihr unterhalten... sie
sagte das sie keine Schmerzen mehr hätte und ich war so
froh. Marie und ich blieben noch einige Tage in der Tierklinik
und jeden Tag kam eine junge Frau zu Besuch und sie ging mit
uns spazieren....Marie ging es von Tag zu Tag besser und ich
hatte aus den Gesprächen der Ärzte mitbekommen das
sie Probleme mit der Bauchspeicheldrüse hat und Tabletten
dafür nehmen müsste. Ihr ganzer Darm hatte sich schon
entzündet und das hatte ihr natürlich furchtbare Schmerzen
gemacht...die Arme. Ich bekam auch was für meinen Rücken...
wohl ein Schmerzmittel, denn ich wurde wieder viel beweglicher
und auch die Spaziergänge taten uns gut.
Irgendwann
kam dann die junge Frau, die uns jeden Tag besucht hatte und
lud uns wieder in ein Auto und sie nahm uns mit. Die Fahrt dauert
nicht so lang und als wir ankamen wurden wir von fröhlichem
Hundegebell begrüßt. Drei Hunde erwarteten uns und
wir wurden freundlich begrüßt... sie erzählten
uns viel und wir merkten das wir es wohl gut getroffen haben
mussten. Natürlich brauchten Marie und ich noch einige
Zeit bis wir wieder Vertrauen in die neuen Menschen gefasst
hatten und auch ihre Sprache war uns völlig fremd, aber
ich glaube das wir mittlerweile hier sehr glücklich sind
und hier bleiben dürfen....
Die
Geschichte von Marie und Luke ist sicherlich nicht genau so
passiert, doch aus Erzählungen heraus haben wir sie ungefähr
nachempfinden können. Marie und Luke haben wir aus einem
Tierheim in Belgien übernommen. Da sie alt sind und somit
viele Kosten verursachen und die Vermittlungschance bei 0 %
liegt, sollten sie dort einfach getötet werden. Als wir
von ihrem Schicksal erfuhren, waren wir natürlich total
entsetzt und auch die Fahrt von 6 Stunden für jede Strecke,
konnte uns nicht davon abhalten, nach Belgien zu fahren und
die beiden freizukaufen. Wie sie schon in der Geschichte oben
lesen konnten, führte unser erster Weg in die Tierklinik
und hier wurden sie in mühsamer Arbeit und dank des aufopfernden
Einsatzes der Ärzte wieder aufgepöppelt. Nach dieser
bangen Zeit des Hoffens und der Angst, leben sie jetzt in einer
unserer Pflegestellen...und wir wünschen uns das sie noch
einen schönen Lebensabend dort verbringen dürfen.
Marie ist ca. 10 Jahr alt und der Luke ca. 12 Jahre... für
uns unverständlich wie man Hunde in dem Alter einfach aussetzen
und ihrem Schicksal überlassen kann. Jeden Tag schaue ich
in ihre Auge und frage mich, wie man einem Tier so etwas antun
kann...diese Traurigkeit zerreißt einem fast das Herz.
Obwohl es den beiden bei uns doch wohl wieder recht gut geht,
wird es noch sehr sehr lange dauern bis die "seelischen"
Wunden verheilt sind, Wunden die nur mit viel Liebe und noch
mehr Geduld und Streicheleinheiten verheilen werden und auch
dann sicherlich trotzdem Narben hinterlassen werden...
Neue
Fotos von Luke und Marie:
Wie
versprochen kommt hier ein kleiner Bericht und einige neue Fotos
von Luke und Marie: Unsere Marie hat sich mittlerweile bestens
von ihrer schlimmen Erkrankung erholt und man kann sie wohl
durchaus als einen springlebendigen und lebenslustigen Hund
bezeichnen. Sie hat ein sehr schönes Vertrauensverhältnis
zu ihrer Pflegemama aufgebaut und folgt ihr quasi überall
hin. Natürlich muss sie nachwievor ihr Spezialfutter erhalten
und auch die Eingabe von Tabletten ist bei ihr einfach unumgänglich,
aber angesichts der scheinbar aussichtslosen Lage in der wir
sie übernommen haben, hat sie sich einfach bestens rausgemacht.
Sie spielt und tobt mit den anderen Hunden - es ist einfach
eine Freude mit anzusehen, wieviel Spass ihr das Leben wieder
macht.
Tja,
unser Luke ist leider nicht ganz so gut drauf und man merkt
ihm sein Alter auch sehr deutlich an. Er bewegt sich recht schwerfällig
und bekommt von uns regelmäßig seine Medikamente
gegen die Schmerzen im Rücken. Aber auch entwickelt sich
- den Umständen entsprechend - sehr positiv. Er hat schon
kräftig abgespeckt, eine Grundvoraussetzung bei seinen
Rückenproblemen und man kann ihn auch schon wieder zu kleineren
Spaziergängen überreden...Wir hoffen das wir mit den
beiden noch ein paar schöne Jahre verleben dürfen
und hier die versprochenen neueren Fotos:




AKTUELL:
Montag, den 09.12.02.
Dieser
Montag ist ein schwarzer Montag. Nachdem am Morgen alle Hunde
noch putzmuter waren und auch gefressen hatten, bemerkte ich
so gegen 9 Uhr, dass Marie so seltsam teilnahmslos war und vor
sich hinstarrte. Ich spreche sie an und kann nur einen müden
und gequälten Blick von ihr erhaschen. Sofort wird mir
klar, hier geht irgend etwas vor, irgend etwas stimmt mit unserer
Marie nicht. Das ist nicht mehr der lustige und springlebendige
Hund, zu dem sie sich in den letzten Wochen entwickelt hat.
Ich rufe beim Tierarzt an und vereinbare einen Termin für
Nachmittags. In der folgenden Stunde versuche ich Marie mit
Leckerlies zu locken, keine Reaktion.... sie mag nicht einmal
eine Scheibe ihrer heißgeliebten Geflügelwurst...ich
bin aufs höchste alarmiert und fordere sie auf aufzustehen
und mit mir ein paar Schritte zu gehen. Mit viel Geduld und
gutem Zureden steht sie nach einiger Zeit auf den Beinen...
sie schwankt und muss sich wieder hinlegen. Zu diesem Zeitpunkt
trifft zufällig meine Tierschutzkollegin Claudia ein und
nachdem wir gemeinsam noch nach den Schleimhäuten und Augen
gesehen haben, wird uns schlagartig klar, dieser Hund hat keine
Zeit bis nachmittags zu warten. Also packen wir hastig unsere
Jacken und machen uns auf den Weg zur Tierklinik. Eine gute
Entscheidung, wahrscheinlich lebensrettend für Marie. Als
wir ankommen ist es zum Glück nicht so voll und wir kommen
relativ schnell an die Reihe. Eine Tierärztin schaut Marie
besorgt an und legt sie nach eingehender Untersuchung erstmal
an einen Tropf. Ihr Kreislauf ist total im Keller und sie hat
Untertemperatur. Man ist besorgt weil ihr Zustand sich in kürzester
Zeit so verschlechtert. Dann wird Blut abgenommen und sofort
untersucht und auch das Blutergebnis bestätigt uns, hier
stimmt etwas nicht - nur was???? Es folgen weitere Untersuchungen
und das Ultraschall bringt schließlich einen Milztumor
zu Tage. Nun ist für die Ärzte klar, hier muss sofort
operiert werden, da es sehr wahrscheinlich ist, dass dieser
Tumor blutet...Nur haben wir ein Problem, Marie ist vom Kreislauf
her so schlecht, sie muss für eine so große OP erst
noch stabilisiert werden. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt....Um
16 Uhr entscheiden die Ärzte, wir können nicht mehr
länger warten...sonst ist alles zu spät. Sie wagen
den Eingriff und ich werde erstmal nach Hause geschickt, ich
kann hier im Moment nichts tun.... Bange Stunden des Zitterns
und des Wartens beginnen....ich hab das Gefühl das ich
jede Minute auf die Uhr schauen muss.... das kann doch nicht
so lange dauern.... Endlich um kurz nach 19 Uhr kommt der Anruf
aus der Tierklinik. Die OP ist überstanden, man hat den
tatsächlich blutenden Tumor und auch die Milz entfernt,
außerdem wurden noch Zysten an den Eierstöcken gefunden
und so ist Marie auch gleich mit kastriert worden. Marie hat
viel Blut verloren, zuviel sagen die Ärzte, aber sie lebt
und das ist im Moment das einzige woran wir uns halten. Sehr
viel Hoffnung kann man uns leider nicht machen, die folgende
Nacht würde wohl entscheidend sein. Und es wird eine lange
Nacht, eine sehr lange Nacht. Natürlich macht keiner ein
Auge zu und wir alle hoffen das in dieser Nacht kein Anruf aus
der Klinik kommt. Die Stunden fließen zäh dahin und
als es langsam Morgen wird beginnen wir zu hoffen... sollte
sie diese Nacht wirklich überstanden haben? Ich bin heute
Morgen sicherlich die Erste die in der Tierklinik anruft, habe
absolut keine Ruhe mehr, diese Ungewißheit ist einfach
schrecklich...Aber dann kommt die erlösende Antwort: JA,
Marie lebt! Sie ist schwach, aber sie ist auch eine Kämpfernatur.
In diesem Moment fällt mir sicherlich nicht nur "ein
Stein" vom Herzen, es müssen ganze Geröllmassen
gewesen sein die sich da in Bewegung setzen....
Mittags
rufe ich nochmal in der Tierklinik an und die Ärztin bestätigt
mir das es wohl offensichtlich aufwärts geht. Marie muss
zwar noch unter ärztlicher Aufsicht bleiben und hängt
noch am Tropf, aber ich darf sie heute Abend schon erstmal für
die Nacht nach Hause holen.... Man ist wohl der Meinung das
die überaus sensible Marie sich nach Zuhause sehnt...Wie
schön... Natürlich ist die ganz Situation noch sehr
kritisch und ich werde sie auch gleich morgen früh wieder
zur Klinik bringen, damit sie wieder ihren Tropf bekommt, aber
wir hoffen.... wir hoffen das sie wirklich so eine Kämpfernatur
ist und das sie es schafft....
Bitte
drücken sie alle die Daumen das Marie auch diese Krankheit
übersteht und uns doch noch einige Jahre erhalten bleibt...wir
alle haben in den letzten Stunden erfahren, wie sehr einem ein
Tier in nur so wenigen Wochen ans Herz wachsen kann...
Aktuell
vom 11.12.02
Gestern
Abend habe ich Marie nun für die Nacht nach Hause geholt...Als
ich in der Tierklinik ankomme und meinen Hund sehe, bin ich
schockiert... so schlimm hatte ich es mir nicht vorgestellt.
Gut, man hatte mir gesagt das sie noch sehr schwach ist... aber
dieser Hund ist nicht einmal in der Lage sich aufzurichten,
geschweige denn zu laufen... Gemeinsam mit einer Arzthelferin
trage ich sie in einer Decke zum Auto. Sie wird warm eingepackt
und dann gehts erst einmal ab nach Hause. Dort angekommen befällt
uns erstmal Ratlosigkeit... wie geht man jetzt am besten mit
ihr um??? Soll man sie anregen oder doch lieber ganz in Ruhe
lassen?? Wir entscheiden uns für die Ruhe und legen sie
auf ihr Kissen im Wohnzimmer. Sie ist total teilnahmslos und
schläft die ganze Zeit. Obwohl sie so ruhig liegt, ist
für mich klar, diese Nacht werde ich auf dem Sofa bei ihr
verbringen... und es wird wieder eine lange Nacht. In ständiger
Sorge um sie, komme ich überhaupt nicht zur Ruhe, springe
ständig auf, wenn sie mal rumräkelt und bin letzten
Endes fix und fertig und total gerädert. Sie ist total
nervös und versucht aufzustehen...mir ist klar das sie
wohl langsam enormen Druck auf der Blase hat und sicherlich
nötig pieseln muss.... Ich also wieder runter vom Sofa
und versuche ihr zu helfen... nur wie? Alleine schafft sie nicht
aufzustehen und ich stelle relativ schnell fest, dass es mir
unmöglich ist diesen 30 kg Hund alleine auf die Beine zu
stellen. 30 kg anzuheben ist kein Problem, aber 30 kg Hund der
sich total hängen lässt... unmöglich!!! Nach
Stunden des Räkelns und Rumprobierens ist dann doch alles
zu spät und sie kann einfach nicht mehr länger aufhalten.
Das Ergebnis ist eine aufgeweichte und nasse Decke und eine
aufs peinlichste berührte Marie... für uns beide eine
unwürdige Situation. Mit letzter Kraft kann ich sie noch
auf eine neues Decke ziehen und dann haben wir beide noch eine
Stunde Zeit um uns auszuruhen, denn um 8 Uhr sollen wir schon
wieder in der Tierklinik sein....sie muss schließlich
wieder an den Tropf. Irgendwie schaffe ich es an diesem Morgen
dann noch sie ins Auto zu bringen und pünktlich sind wir
wieder in der Klinik. Ich bin froh das diese Nacht überstanden
ist, aber fest entschlossen das ich sie auch an diesem Tag wieder
am Abend nach Hause hole. Obwohl wir beide fix und fertig sind,
ist es doch offensichtlich das sie sich auf zu Hause gefreut
hat und ihr diese Nacht sehr viel Sicherheit gegeben hat. Für
jeden Hund der schon einmal ausgesetzt wurde, sind diese Situationen,
wie z.B. das getrennt sein in der Tierklinik, bestimmt besonders
belastend...und so bin ich froh das sie hier einerseits wieder
den ganzen Tag über gut versorgt wird, ich aber heute Abend
wieder kommen kann und so der Abschied nicht so ganz schwer
fällt...
Aktuell
vom 12.12.02
Als
ich gestern Abend in die Tierklinik komme, bin ich angenehm
überrascht. Die Tierärztin führt lächelnd
meinen Hund herein....ja, sie wird herein geführt und nicht
getragen... Marie kann gehen, wenn auch nur langsam... aber
immerhin, sie kann sich auf den Beinen halten. Ich bin natürlich
überglücklich und begrüße sie begeistert.
Freudstrahlend stelle ich fest das auch Marie fleißig
mit ihrer Rute wedelt... offensichtlich freut sie sich genauso
wie ich. Auch die Ärzte sind begeistert wie sehr dieser
Hund kämpft und wie gut sie sich erholt. Dann darf ich
sie mit nach Hause nehmen, muss natürlich morgen früh
um Acht wieder dort sein. Die große Freude über ihre
Fortschritte darf uns nicht darüber hinwegtäuschen
wie krank und schwach sie noch ist....
Wir
haben dann auch eine relativ ruhige Nacht verbracht, ich zwar
immerhin wieder auf dem Sofa... aber doch mit etwas mehr Schlaf.
Sie musst einige Male nach draußen und hat dann auch gemacht,
aber zum Glück konnte sie ziemlich selbstständig aufstehen,
so das ich keine Probleme hatte sie aufzustellen. Auch konnte
ich sie heute Morgen mit etwas Spezialdosenpäppelfutter
locken und nun kann ich sie guten Mutes wieder zur Tierklinik
fahren. Langsam keimt wieder eine leise Hoffnung in mir... es
wird vielleicht bald alles wieder gut... langsam traue ich mich,
daran zu glauben....
Aktuell
vom 13.12.02
Es
geht wirklich aufwärts... gestern Abend konnte ich um 16.30
Uhr meine Marie abholen und sie ist Gott sei Dank einigermaßen
gut zufrieden. Natürlich, sie ist schwach, sehr schwach
sogar, aber sie kann ja immerhin selbstständig nach draußen
und auch ihr "Geschäft" erledigen. Es wird sicherlich
noch einige Zeit dauern bis sie wieder ganz die alte Marie ist,
aber ich denke wir sind auf dem besten Wege... Nun sollte man
meinen das sie froh ist, sich so halbwegs wieder hochgerappelt
zu haben, da wird sie auch schon gleich wieder frech... Solange
man bei ihr ist und sie im Auge hat, macht sie einen netten
und arglosen Eindruck, dreht man ihr aber den Rücken zu,
dann fängt sie doch glatt an und gnabbelt an ihrer Narbe
rum....Wir versuchen natürlich alles um ihr diesen Trichter
um den Kopf zu ersparen, aber sie macht es uns nicht leicht.
Von der Tierklinik hat sie so eine Art Hemdchen angezogen bekommen
und damit meinte man wohl, sie von ihrer Naht fernhalten zu
können...Nun, Marie fand dieses Ding wohl nicht so sehr
schick und als ich mal 2 Minuten draußen war hat es nur
kurz geratscht und sie stand ohne Hemd da.... Sofort geht es
natürlich los und sie beknabbert ihre Wunde.... und eins,
zwei, drei...hat sie die Klammern rausgepult und ich kann die
kleinen Dinger von der Erde aufsuchen. Klasse, Marie ist anscheinend
gut zufrieden, aber die Naht ist ein gutes Stück aufgegangen
und ich weiß wohl schon jetzt was uns beiden morgen früh
in der Tierklinik erwartet... die Naht wird wohl wieder geklammert
werden...
Genauso
ist es dann heute morgen auch und meine Marie macht einen ziemlich
beleidigten Eindruck...dann lässt sie sich aber ohne zu
meckern wieder an den Tropf legen und ich fahre erstmal nach
Hause...Abgeknabbelte Klammern sind ja zum Glück nur ein
ganz ganz kleines Übel, im Gegensatz dazu, was wir in der
letzten Woche zusammen durchgestanden haben.
Hier
noch 2 Fotos von unserer kranken Maus... anscheinend gefällt
ihr mein T-Shirt besser als das Hemdchen von der Tierklinik...
das lässt sie jetzt zumindestens an.


Aktuell
am 15.12.02
Hallo
liebe Freunde, ich bin´s die Marie und ich freue mich,
dass ich euch heute schon selber ein wenig von mir erzählen
kann...
Wenn
ich nun sagen würde, dass es mir schon richtig gut geht,
na - das wäre sicher etwas übertrieben, aber es geht
mir jeden Tag ein wenig besser und heute brauchte ich nicht
einmal mehr zur Tierklinik. Die haben gesagt das den Rest jetzt
die Zeit bringen muss. Ich fresse ja schon wieder ganz alleine
und auch alle anderen Dinge klappen langsam wieder ganz normal...
wenn da nur nicht diese blöde T-Shirt wäre... Oh,
meine Wunde die juckt so schrecklich und ich würde so gerne
dran herum knabbern, aber Frauchen hat jetzt auch noch zu allem
Überfluss so eine dicke Schicht Leukoplast über das
Shirt geklebt... ich hatte ja schon wieder so ein winzig kleines
Loch reingegnabbelt. Hm, Frauchen hat wenig begeistert gekuckt...
versteh ich nicht...
Aber
was soll ich euch noch lange erzählen, ihr wisst jetzt
auf jeden Fall das es mir schon wieder besser geht und ich wollte
es auch nicht versäumen, euch für die vielen lieben
Grüße und Genesungswünsche zu danken! Hier noch
ein Foto von mir... Mitten im Kreise meiner "Lieben"...

Aktuell
vom 19.12.02
Unsere
Welle mit Tierklinikbesuchen will anscheinend nicht abreißen...haben
wir uns gerade halbwegs von dem Schock mit Marie erholt, so
habe ich gestern mal wieder den ganzen Vormittag dort verbracht.
Diesmal musste ich mit Luke die Klinik aufsuchen. Seit einiger
Zeit hustete er ab und zu mal, dies war aber bei Maries Krankengeschichte
doch etwas in den Hintergrund geraten und als jetzt die Pflege
von unserer Marie nicht mehr so intensiv war und ich mehr Zeit
für meine anderen Hunde hatte, fiel mir diese Husten immer
mehr und öfter auf. Durch die Erfahrungen der letzten Wochen,
dass man bei einem alten Hund nichts aufschieben sollte, habe
ich sofort einen Termin in der Klinik gemacht. Leider hat sich
mein Verdacht bestätigt... nach eingehend Untersuchungen,
Röntgen, EKG und Ultraschall, steht nun die traurige Tatsache
fest, dass Luke ein sehr schwaches Herz hat und sich bereits
Wasser in der Lunge abgelagert hat... dadurch eben auch das
Husten. Sicherlich ist er nicht so totkrank wie Marie es war
und diesmal war ich ja auch rechtzeitig mit ihm da, aber Tatsache
ist auch, dass er jeden Tag noch einige Tabletten mehr nehmen
muss und diese Medikamente wieder mal sündhaft teuer sind...
Aktuell
vom 28.12.02
Im
Moment läuft eigentlich alles ruhig bei uns, Marie bessert
sich weiterhin und man kann schon fast sagen das sie wieder
ganz "die Alte" ist und unser Luke verträgt seine
Herztabletten auch gut. Ich habe schon das Gefühl das es
noch einige Zeit braucht, bis sie richtig wirken, aber er hustet
schon bedeutend weniger und wird auch wieder munterer. Er schein
wieder mehr Energie und Elan zu entwickeln und möchte doch
tatsächlich seine Spaziergänge ausdehnen.... wenn
ich meine, dass es nun weit genug ist und nach Hause gehen möchte,
dann zieht er immer noch in die andere Richtung - wohl auch
ein gutes Zeichen.
Es
grüßen ganz herzlich Marie und Luke und wünschen
euch einen guten Rutsch ins neue Jahr!!!!


Hier
bin ich(Luke -links -) mit meinem besten Kumpel Ben zu sehen.
Obwohl wir ja 2 Rüden sind, verstehen wir uns einfach nur
klasse. Wie man auf dem Foto unschwer erkennen kann, find ich
den Ben echt toll. Er ist ein absolut netter und sympatischer
Typ.
Hier
unter uns das Foto, das ist meine Marie und die ist dort mit
der Sina zu sehen. Auch so eine Sache...obwohl man ja immer
sagt das die Frauen sich untereinander nicht so gut können,
bei den beiden ist das anders.... Sina und Marie mögen
sich wirklich.

Aktuell
vom 20.05.03
Hallo
ihr netten Leute, die ihr regelmäßig auf diese Seite
schaut und erfahren möchtet ob es uns gut geht. Jetzt hat
unser Frauchen schon wieder viele Nachfragen bekommen, was wir
denn so machen und wie es mit der Gesundheit ausschaut, dass
wir einfach mal wieder ein paar aktuelle Foto gemacht haben.
Diese Fotos belegen ganz einfach wie es uns geht: "Es geht
uns gut, sehr gut sogar". Nachdem wir vor einiger Zeit
ja wieder einen großen Schrecken bekamen, weil ich(LUKE)
hinten am Bein so eine Art Geschwulst hatte, konnten uns die
Ärzte aber wieder beruhigen... alles halb so wild, eine
nicht bösartige Fettgeschwulst. Na ja, Frauchen meinte
schon das ich einfach zu gut esse und eben auch immer für
das eine oder andere Leckerchen zu haben bin... aber man gönnt
sich doch sonst nix! Letzten Endes hat man mich jetzt wieder
auf Diät gesetzt und ich denke das ich schon wieder ein
ganz klein wenig abgenommen haben. Aber es dauert eben...und
schaut doch mal selber... so dick wirke ich doch gar nicht...

Also
ich finde, wenn ich so in meinen Korb rumräkel und nur
so ein bischen der Kopf rausschaut, dann seh ich superschlank
aus. Na ja, wenn ich mich bewegen soll und Frauchen drängelt
das wir spazieren gehen wollen..na ja, dann bin ich natürlich
eher so ein wenig faul...aber ich meine das die Marie doch noch
viel dicker ist..

Und
schaut doch mal...die liegt ja da auf den Fliesen... das ist
bestimmt weil sie nicht mehr in ihren Korb reinpasst. Aber über
mich sind die alle am lästern und ich muss wieder dieses
blöde Diätfutter fressen...bei Marie meckert keiner
- das ist doch echt gemein! Jaul, jaul....und bis bald mal -
liebe Grüße von eurem Luke und natürlich auch
von der dicken Marie
Aktuell
am 13.06.03
Hallo
Leute...wir wollten uns eben mal wieder bei euch melden und
sagen das es uns gut geht...Zwar macht uns diese warme Wetter
doch ganz gut zu schaffen, aber wie ihr sehen könnt, ist
es bei uns auf den Fliesen doch angenehm kühl...

Och...
hat Frauchen mich doch glatt beim "Nickerchen" erwischt..

Ach
der Luke schläft ja auch...ist wohl Mittagschlaf angesagt...
Luke natürlich mal wieder ganz bequem auf der Decke...
AKTUELL
vom 07.09.03
Hallo
liebe Freunde, gerade wollten wir euch eigentlich ein paar
schöne neue Fotos von Luke und Marie zeigen, da ist es
schon wieder mal so weit. Unserer Marie geht es leider überhaupt
nicht gut. Ihre Bauchspeicheldrüse macht ihr wieder derbe
Probleme. Die gute Marie ist aber auch so gefräßig....
wenn man sie nur mal einen Augenblick aus den Augen lässt,
startet sie sofort Versuche um an irgendetwas fressbares zu
kommen. Es braucht nur jemand vergessen mal die Türe
zum Abstellraum zu schließen und schon legt Marie sich
auf die Lauer. Sie weiß sehr genau das man nur den günstigsten
Augenblick abpassen muss, vorzugsweise wenn alle Abends zum
fernsehen ins Wohnzimmer gehen und außer Sichtweite
sind, und schon schleicht man leise durch die offene Tür
und vergreift sich an den dort gelagerten Futtertüten.
Das sie dabei natürlich ihr eigenes Diätfutter glatt
übersieht ist wohl kein Wunder...

AKTUELL
am 09.09.03
Leider
gibt es nicht viel gutes von unserer Marie zu berichten. Nachdem
wir erst dachten ihr Bauchspeicheldrüsenproblem mit Diät
und Tabletten in den Griff zu bekommen, hatte sie gestern
einen so starken Rückfall das sie in der Tierklinik sofort
stationär aufgenommen werden musste. Die schnellsten
angeordnete Blutuntersuchung brachte mal wieder so katastrophale
Werte an den Tag, dass sie nun wieder dort bleiben muss. Sie
wird dort ganztägig durch den Tropf mit lebenswichtigen
Nährstoffen und Medikamenten versorgt. Da sie im Moment
keine Nahrung zu sich nimmt, müssten wir ansonten Angst
haben das sie noch weiter körperlich abbaut und noch
schwächer wird. Also ist mal wieder aufpäppeln angesagt.
Ich bringe Marie morgens um 9 Uhr in die Tierklinik und darf
sie am Abend dann um 18 Uhr wieder abholen und das wird wohl
auch erst noch einige Zeit so bleiben. Sie ist natürlich
immer froh und glücklich wenn ich sie dann holen komme
und alleine dieses glückliche Colliegesicht und das Wissen
das sie sich sonst dort total aufgeben würde, rechtfertigt
diesen Aufwand.
Bitte
drücken sie wieder mal mit uns gemeinsam die Daumen,
damit Marie das alles übersteht und bald wieder die
fröhliche Maus wird, die sie hier im letzten Jahr geworden
ist. DANKE für ihre Unterstützung und ein besonderer
Dank geht auch an Gisela, weil sie mal wieder geholfen hat
und uns immer zur Seite steht. Natürlich werden wir
weiter über Maries Zustand berichten....
AKTUELL
am 12.09.03
Fast
eine Woche Kampf um unsere Marie liegt nun mal wieder hinter
uns und ich denke das ich nun langsam sagen darf das es
bergauf geht. Als ich Marie am Dienstag Abend aus der Tierklinik
geholt habe, war ich total erschreckt über ihren schlechten
Zustand. Sie hatte über den Tag so sehr abgebaut das
sie kaum auf den Beinen stehen konnte. Der Tropf hatte den
Kreislauf sehr belastet und außerdem konnte unser
sensibles Mäuschen wohl mal wieder nicht verkraften
das sie alleine in der Tierklinik bleiben musste. Was also
tun? Nach Rücksprache mit den Ärzten bin ich dann
2 mal am Tag mit ihr in die Tierklinik gefahren und bin
die Stunden bis der Tropf durchgelaufen war dort bei ihr
geblieben. Das war anscheinend doch mehr in Maries Sinne,
denn jetzt ging es wieder aufwärts. Leider konnte sie
nur bis Donnerstag den Tropf bekommen, da ihre Venen so
schlecht sind und kein neuer Katheder verlegt werden konnte.
Nun müssen wir sehen das sie mit täglichen Spritzen
wieder aufgepäppelt bekommen...aber wir sind wirklich
der Hoffnung das sich auch diese Mal der Kampf wieder gelohnt
hat und unsere Marie wieder gesund wird.
Aktuell
am 17.09.03:
Hallo
liebe Fans von Luke und Marie, leider gibt es nichts positives
von unserer Marie. Nachdem wir vor einigen Tagen schon dachten
das es aufwärts geht, sieht es im Moment wieder garnicht
gut aus. Leider frisst sie überhaupt nicht gut und
nimmt immer mehr ab. Sie muss jetzt viele viele kleine Mahlzeiten
essen, um ihre Bauchspeicheldrüse nicht zu belasten.
Für uns heißt das, ihr Futter auf ca. 10 Mahlzeiten
am Tag zu verteilen und immer schauen, auf was sie denn
gerade Appetit hat. Das ist natürlich immer nicht so
ganz einfach, denn jede Portion die sie zu sich nimmt ist
enorm wichtig!
Auch
ihre Blutwerte sind alles andere als gut, sie haben sich
sogar immer mehr verschlechtert und wir mussten nun Cortison
einsetzten. Wir hoffen alle das sich ihr Zustand nun bald
verbessert, denn wenn das nicht geschieht müssen wir
mit dem Allerschlimmsten rechnen...
Aktuell
am 02.10.03
Alles
Hoffen, Bangen und Kämpfen hat leider nichts mehr ändern
können. Marie ist über die Regenbogenbrücke
gegangen. Wir haben sie heute morgen um 10 Uhr von ihren
schweren Leiden erlöst.
Einen
allerletzten Gruß an Marie, wir wünschen dir
eine gute Reise über die Regenbogenbrücke und
werden dich immer in liebevoller Erinnerung behalten. Yvonne,
Klaus, Valerie und Alyshia...
Aktuell
am 05.10.03
Auch
wenn ich mich bereits im Gästebuch für die vielen
lieben Worte und Gesten bedankt habe, so möchte ich
es hier und heute noch einmal tun. Es sind nun 3 Tage vergangen
und wir haben uns immer noch nicht wieder richtig "gefangen".
Noch immer wird unser Tag von der überwältigenden
Trauer bestimmt, aber das ist wohl völlig normal und
wird wohl auch noch eine ganz Weile so bleiben, denn schließlich
hatten wir unsere süße Maus ja sehr sehr lieb.
Marie
hatte in den letzten Tagen nicht mehr viel Freude am Leben,
da sie sehr leiden musste und darum haben wir uns zu diesem
schweren Schritt entschlossen und sie von ihren Leiden erlöst.
Ein einziger Trost ist es uns, dass sie nun keine Schmerzen
mehr hat und das ich wirklich bis zum letzten Moment bei
ihr bleiben durfte. Sie ist ganz friedlich hier Zuhause
und in meinem Arm eingeschlafen....
Zum
Abschied möchten wir hier noch ein paar schöne
Bilder einstellen, die wir in diesem Jahr noch gemacht haben
und die uns alle an die schöne Zeit mit ihr erinnern
sollen. "Marie, wir haben dich alle lieb und du wirst
für immer in unseren Herzen bleiben, auch wenn du schon
gehen musstest..."

"Ich
hab euch alle beide lieb..."

Sina
und Marie... gemeinsamer Osterurlaub

"Oh,
du willst die ganzen Kekse doch wohl nicht alleine essen...?"

"Ha,
hat er uns doch was abgegeben..." Unsere Marie konnte
richtig lachen...

Gemeinsam
mit unserem Ben... auch er ist sehr traurig...

Zuhause
vorm Kamin...

Letzter
gemeinsamer Urlaub in Mardorf... es ging ihr schon nicht
mehr so sehr gut...
So
sehr wir im Moment auch leiden, ich denke das es unserem
Luke am schlechtesten geht. Wir müssen jetzt versuchen
ihm durch diese schwere Zeit hindurch zu helfen. Wir Menschen
können uns die Dinge mit unserem Verstand erklären,
aber wie sag ich es einem Tier? Zu allem Überfluss
spürt er unsere Trauer ja auch und in dieser Beziehung
kann man ihm nichts vormachen, er weiß genau wie traurig
wir alle sind. Viel Liebe und Streicheleinheiten werden
hoffendlich dazu beitragen das es ihm bald wieder etwas
besser geht. Natürlich schlägt die Seele auch
auf den Körper und im Moment weigert er sich sogar
die kleine Stufe von der Terasse in die Stube zu gehen -
eine Stufe die ihm sonst keine Probleme bereitet hat...
Aber da kann man ja Abhilfe schaffen. Unten sehen wir Klaus
wie er eine zweite "Behelfsstufe" bastelt, damit
Luke den Höhenunterschied nicht in einem Schritt überwinden
muss. Erst war er ja seeeeeeeehr skeptisch, doch mittlerweile
klappt es super und er kann wieder jederzeit und ohne unsere
Hilfe nach draußen in den Garten gehen....

Skeptische
Blicke von allen Seiten...."Was macht der denn da????"

Teerpappe
oben drauf, damit keiner ausrutscht...


Geschafft,
mittlerweile klappt es ganz super und Luke kann wieder nach
Herzenslust rein und raus spazieren. Unsere ohnehin schon
recht kleine Terasse ist zwar wieder etwas kleiner geworden,
aber na ja, wozu brauchen wir schließlich eine Terasse...
ist ja eh fast Winter...
Aktuell
am 11.10.03: Hier ein schönes Foto von Luke und Sina.
Sina scheint Luke trösten zu wollen, sie kuschelt immer
wieder mit ihm und ist auch sonst total lieb zu ihm. Manchmal
darf er sogar die Reste von ihrem "Abendbrot"
noch fressen... und das will bei Sina schon was bedeuten!
Wir erkennen im Moment sehr deutlich das unser Rudel zusammen
hält, anscheinend wollen alle etwas helfen, damit Luke
gut durch diese schwere Zeit kommt...

Und
ist die Decke auch noch so klein - wir kuscheln uns da zusammen
rein....
Aktuell
am 30.10.03
Hey
ihr lieben Leute, heute möchte ich euch ein paar Fotos
von unserem Kurzurlaub zeigen. Wir hatten uns mal eine kurze
Auszeit vom Tierschutz gegönnt und ein paar Tage "blau"
gemacht. Ich denke das ihr hier gut sehen könnt, ich
hab meine ganz traurige Phase überwunden. Natürlich
bin ich noch nicht so ganz über Marie hinweg, aber
ich bin wohl auf dem besten Weg... aber schaut erstmal die
Fotos...

Na
Kind, wehr dich nicht... gib mir das Stück Waffel,
und gut!

Seh
ich nicht gut aus? Bin ein richtiger Charmeur...

Hier
seht ihr mich noch mal mit Ben... ist ja mein bester Kumpel.

Hmmm,
jetzt gibts gleich was... oh, riecht das lecker...
Aktuell
am 07.02.04:
Dieser
Samstag ist ein schwarzer Samstag und im Moment kann ich
noch nicht in Worte fassen was wir alle fühlen. Heute
mussten wir Mittags unseren Luke von seinen Leiden erlösen.
Nachdem er in den letzten 2 Wochen immer mehr abgebaut hatte
und immer mehr Probleme beim Aufstehen hatte, haben wir
uns heute Morgen zu diesem Schritt entschlossen. Die letzte
Nacht war so schlimm gewesen und er hatte offensichtlich
große Schmerzen und konnte ohne Hilfe nicht mehr aufstehen...
Ich
denke das es ein letzter Akt unser Liebe zu ihm war und
das für Luke eine Erlösung war, auch wenn es noch
so schwer fällt. Luke ist ganz ruhig, genau wie Marie
vor gerade mal 4 Monaten, in meinen Armen hier zu Hause
eingeschlafen.
Jeder
der schon einmal sein geliebtes Tier verloren hat, wird
wissen wie es uns jetzt geht und was wir durchmachen und
das dieser Schmerz einfach übermächtig ist und
man sich total hilflos fühlt, aber wir müssen
dankbar sein für die schöne Zeit die wir mit Luke
und Marie hatten.
"Mein
lieber Luke, wir vermissen dich unendlich und nichts kann
uns trösten, denn wir alle haben dich so sehr lieb
gehabt und ich natürlich ganz besonders, denn ohne
Frage warst du mein Hund...... jetzt ist dein Platz leer,
dein Platz neben mir am Esstisch, dein Platz neben mir am
Schreibtisch, dein Platz neben mir am Fernseher und dein
Schlafplatz im Flur... aber deinen Platz in meinem Herzen
wirst du immer haben und niemand wird ihn dir nehmen können!".
Die
Geschichte von Luke und Marie ist nun hier zu Ende. Eine
Geschichte die am 17.08.02 so traurig begann und mit einem
Happy-End zwischendurch eine gute Wende nahm, endet am 07.02.04
mit vielen vielen Tränen und endloser Trauer und Verzweiflung...
Zum
Abschluß möchten wir hier noch ein passendes
Gedicht von Werner Schuster einfügen:
Wenn
es soweit ist...
Wenn
ich dereinst gebrechlich bin und schwach und quälende Pein
hält ständig mich wach,
was
du dann tun mußt, tu es allein. Die letzte Schlacht wird
verloren sein.
Daß
du sehr traurig bist, verstehe ich wohl. Deine Hand vor
Kummer nicht zögern soll.
An
diesem Tag, mehr als jemals geschehen muß, Deine Freundschaft
das Schwerste bestehn muß.
Wir
lebten zusammen in Jahren voller Glück. Furcht vor dem Muß.
Es gibt kein zurück.
Du
möchtest doch nicht, daß ich leide. Drum gib, wenn die Zeit
kommt, mich bitte frei.
Begleite
mich dahin, wohin ich gehen muß. Nur bitte bleibe bei mir
bis zum Schluß.
Und
halte mich fest und red mir gut zu, bis meine Augen kommen
zur letzten Ruh.
Mit
der Zeit, ich bin sicher wirst du es wissen, es war deine
Liebe, die du mir erwiesen.
Vertrauendes
Wedeln ein letztes Mal. Du hast mich befreit von Schmerzen
und Qual.
Und
gräme dich nicht, wenn du es einst bist, der Herr dieser
schweren Entscheidung ist.
Wir
waren beide so innig vereint. Es darf nicht sein, daß dein
Herz um mich weint...
Allen,
die ihr geliebtes Tier durch Krankheit oder ein hohes Alter
verloren haben, soll diese Geschichte ein bißchen helfen.
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