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Joey ... ein wahrhaft trauriges Hundeleben... - lesen sie hier die Geschichte unseres Collieopas-
Es ist Mitte Dezember 2003, als ein großer deutscher LKW vor den Toren eines der größten russischen Tierheime hält. Voller Ungeduld wird er dort bereits erwartet, denn er ist vollgepackt bis unters Dach. Seine kostbare Fracht besteht aus riesigen Mengen Hundefutter, Decken und Medikamente für die Tiere des Tierheimes. Hunderte von Hunden und Katzen fristen in diesem Tierheim in engen Käfigen und ohne Schutz und Wärme ihr trostloses Dasein. Futter und Decken und auch Medikamente sind knapp und die vielen Hunde und katzen leiden bittere Not. Der einzige Lichtblick in dieser Dunkelheit ist der große deutsche LKW, der in regelmäßigen Abständen den langen Weg hierher findet und die Tiere mit dem nötigsten versorgt. Dieser LKW hat aber noch eine weitere kostbare Fracht an Bord - viele, sehr viele Hunde-und Katzentransportboxen. Diese Boxen bedeuten zumindestens für einige der Tiere einen Ausweg aus dem Elend, nämlich die Reise nach Deutschland. Leider aber fasst auch der größte LKW nur ein verschwindent geringe Anzahl von Transportboxen, im Gegensatz zu den vielen Hunden und Katzen die im Heim leben. So sind es auch an diesem Tag nur eine verschwindet geringe Anzahl von Tieren, die sich auf die lange Reise nach Deutschland machen dürfen, die eine faire Chance auf ein neues Leben bekommen. Den anderen Hunden bleibt nur der traurige Blick auf den abfahrenden LKW und die Hoffnung auf die Widerkeht des LKW´s und das sie vielleicht beim nächsten Mal in eine der Transportboxen klettern dürfen. Zwei von den vielen Hunden, die leider an diesem Tag nicht mit nach Deutschland reisen durften, sind Joey und Merlin. Doch in gewisser Weise hatten diese Beiden dann doch noch Glück. Eine deutsche Tierschützerin die den Transport begleitet hatte, sah die beiden Collierüden und zückte sofort ihren Fotoapparat. Eilig wurden noch ein paar Fotos gemacht, denn sie kannte eine deutsch Tierschutzorganisation, die sich den Schutz für Collies auf die Fahnen geschrieben hatte... die SOS-Colliehilfe e.V. So kam es denn, dass die Fotos der beiden Collierüden bei uns landeten und man uns eindringlich um Hilfe bat. Joey wurde auf mindestens 13-14 Jahre geschätzt und der andere Rüde sei wohl etwas jünger. Eines hätten die beiden allerdings gemeinsam, sie seien in einem katastrophalen körperlichen Zustand und man sei sich auch nicht sicher, ob der alte Collie die Reise mit dem LKW überleben würde. Tja, liebe Leser, wir waren mal wieder voll bis unters Dach und es waren auch mal wieder keinerlei finanzielle Mittel vorhanden, aber wir hatten die Fotos der beiden Hunde gesehen und konnten ihr Schicksal nicht einfach ignorieren. Die Entscheidung dauerte nicht einmal eine Minute und dann stand fest, wir würden alles daran setzen und die Beiden nach Deutschland holen. Es wurde geplant und organisiert und ganz viel telefoniert, bis letzten Endes alles geregelt war und fest stand, die beiden Collies würden per Flugzeug nach Deutschland reisen. Nur eine knappe Woche später war es dann soweit und wir durften am Flughafen unsere neuen Schützlinge in Empfang nehmen. Die Freude war groß und schlug aber schnell in blankes Entsetzen um, als wir die Boxentüren öffneten und uns die beiden Hunde anschauten.
Joey einige Tage nach seine Ankunft.... bereits gebadet und gekämmt. So etwas hatten wir lange nicht gesehen und den Zustand der Hunde in Worte zu fassen, wäre mit bloßen Worten eigentlich nicht möglich. Abgemagert bis auf die Knochen und das Fell in großen Platten bis auf den Korper verfilzt. Die Augen rot, entzündet und zugequollen und voller Eiter. Die Pfoten blutig und vereitert und beide Hunde hatten eine Flohbestand, der für eine ganze Arme Hunde gereicht hätte. Riesige offene und teilweise blutende Hautstellen rundeten das Bild ab.... Obwohl es Sonntag später Nachmittag war, wurde sofort der Notdienst unserer Klinik informiert und so führte unser erster Weg dort hin. Die Tiere wurden mit den nötigsten versorgt und dann erst einmal in unsere Auffangstation gebracht, damit sie zur Ruhe kommen konnten. Am nächsten Morgen waren wir natürlich wieder in der Klinik mit den Beiden und die Behandlungen wurden fortgesetzt. Es hat unglaubliche Mühen, Nerven und Medikamente gekostet, aber nach gut 4 Wochen sahen die Beiden wieder wie halbwegs normale Collies aus..... Joey´s Krankengeschichte zog sich schon noch etwas länger hin und so ist er erst einmal in eine unserer Pflegefamilien umgezogen. Dort hatte er Zeit sich auszukurieren und zur Ruhe zu kommen. Manuela und Tochter Sabrina haben ihn dabei nach Leibeskräften und mit ganz ganz vielen Streicheleinheiten unterstützt. Schließlich und letzten Endes ist Joey dann auch in der Pflegefamilie geblieben, weil wir ihm einen weiteren Wechsel nicht mehr zumuten möchten und er sich dort bei allen Familiemitgliedern ins Herz geschlichen hatte. Hier noch ein paar Fotos aus den glücklichten Tagen in der Pflegefamilie. So gut wie in seinem letzten Lebensjahr hatte Joey es sicherlich noch nie in seinem Leben....
Na, hättet ihr mich wiedererkannt? Hier liege ich gespannt vor dem Backofen... sicherlich fällt auch für mich was ab!
Und das hier hinter mir, das ist die Manuela.... mein neues Frauchen.
Ach ja und noch ein neues Kumpel von mir... die Katze.
Joey ist leider am 19.02.05 über die Regenbogenbrücke gegangen
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