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Feline ...ängstliches Colliemädchen hat Schreckliches erlebt... Hier kommen die ersten beiden Fotos die wir von Feline bekommen haben. Aufgenommen von Tierschützern, die der armen Maus helfen wollten und uns um Aufnahme der jungen, verwahrlosten Colliehündin baten....
Viel war ja auf den Fotos nicht zu erkennen, aber immerhin konnte man erahnen unter welchen Bedingungen der arme Hund leben musste. Draußen im kalten, schmutzigen Stall musste die junge Hündin ihr Dasein fristen. Die einzige Aufgabe die man ihr zugedacht hatte, war die "Produktion" von Colliewelpen....und...und das haben wir allerdings erst im Nachhinein herausgefunden, ab und zu musste Feline wohl auch für die perversen "Gelüste" ihre Besitzer "stille halten". Unglaublich, aber dennoch passiert und hier in Deutschland nicht einmal strafbar. Mit viel Geschick und Hartnäckigkeit und unter Mithilfe der befreundeten Tierschutzkollegen konnten wir die Hündin schließlich nach wochenlangen Verhandlungen aus ihrer misslichen Lage freikaufen und zu uns auf den Tierschutzhof holen. Erst nach ihrer Ankunft wurde uns das ganze Ausmaß von Felines Leiden bewusst. Die junge Hündin hatte erbärmliche Angst vor jedem Menschen und vor jedem anderen Tier. Wir möchten uns lieber gar nicht noch näher darüber nachdenken, wie sehr diese Hündin von ihren Menschen misshandelt und missbraucht worden sein muss, um so voller Angst zu stecken. Bei jedem Schritt den man auf sie zumachte und versuchte ihr näher zu kommen, schien sie vor Angst beinahe den Verstand zu verlieren. Sie schrie markschütternd und verlor Urin und Kot vollkommen unkontrolliert. Sie erbrach sich voller Panik und man hatte den Eindruck das Flüssigkeit aus jeder ihrer Körperöffnungen zu kommen schien... So vergingen Wochen und wir schienen keinen Schritt voran zu kommen. Feline lag völlig teilnahmslos in ihrem "Einzelzimmer" und nahm eigentlich gar nicht mehr am Leben teil. Eines Abends als ich wieder einmal zu ihr wollte um Futter und Wasser nachzuschauen und ihr Zimmer betrat, flüchtete sie sich wieder in die hinterste Ecke und schien dort förmlich zu erstarren. Irgendwie rechnete ich jeden Moment damit das sie einfach tot umfallen würde, da sie sich nicht einmal mehr getraute zu atmen. In diesem Moment wäre ich wieder am liebsten auf dem Absatz umgedreht und hätte ihr Zimmer schnell verlassen, um die arme Hündin allein zu lassen und von den Qualen meiner Anwesenheit zu erlösen... doch irgend etwas sagte mir, dass ich es nicht tun sollte... So hockte ich mich an diesem Abend neben Feline und saß einfach nur ganz still bei ihr. Die Stunden vergingen und ich kam zu der Einsicht, dass sie wohl doch nicht einfach so sterben würde...irgendwann begann sie sogar wieder regelmäßig zu atmen und nach weiteren Stunden sogar etwas ruhiger zu werden. Ich begann mit ihr zu sprechen und sie sanft zu streicheln und war verwundert, dass sie dieses Streicheln ohne nennenswerte "Ausfälle" über sich ergehen ließ. So saß ich in dieser Nacht neben Feline und merkte gar nicht wie die Stunden vergingen. Als der Morgen graute war ich mir sicher, dass ich Feline ein gutes Stückchen näher gekommen war und das wir Beide auf dem richtigen Weg waren...
Diese gemeinsam verbrachte Nacht hat in Felines Beziehung zu mir eine große Wende gebracht. Ich nahm mir auch in den folgenden Wochen viel Zeit für sie und saß einfach nur da, streichelte sie und sprach mit ihr. Niemand kann nachfühlen, welche Freudensprünge mein Herz vollführte, als ich zum ersten Mal ein ganz leichtes Schwanzwedeln vernahm, als ich mich zu ihr auf den Boden setzte. Die vergangenen Wochen hatten das Eis zwischen uns gebrochen und ich merkte das sie anfing mir zu vertrauen.... Jetzt war für Feline der richtige Zeitpunkt für den Umzug aus ihrem Einzelzimmer zu uns ins Haus gekommen, denn nun musste sie an den Alltag und das Zusammenleben mit Menschen und anderen Hunden gewöhnt werden.... Mittlerweile ist es so, dass Feline all das gelernt hat. Sie lebt mit uns im Haus innerhalb der Familie und mit den anderen Hunden problemlos zusammen. Sie hat gelernt an der Leine zu laufen, im Auto mitzufahren und vertraut mir soweit, dass sie überall mit mir hingeht. Sie macht willig alles mit, solange ich ihr zeige das die Situation völlig in Ordnung ist und das ich bei ihr bin. Ich möchte an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen, dass mittlerweile 2 Jahre vergangen sind. Zwei Jahre des miteinander Arbeitens und des aneinander Gewöhnens.
Leider ist die Situation aber auch so, dass es nicht mal eine handvoll Menschen gibt die Feline anfassen dürfen. Ich scheine für sie die einzig wirklich vertrauensvolle Person zu sein. Sie lässt sich zwar von Menschen streicheln, wenn ich dabei bin, aber sie zeigt ihr Unbehagen sehr deutlich.
Aus diese Situation heraus haben wir beschlossen, dass Feline bei uns am Schutzhof bleiben soll. Ich würde es nicht fertig bringen das in mich gesetzte Vertrauen zu missbrauchen und sie in fremde Hände zu geben. Meiner Meinung nach würde dadurch ein vielleicht nie wieder gutzumachenden Schaden entstehen und vielleicht würde Feline nie wieder einem Menschen vertrauen können....dieses Risiko möchte ich nicht eingehen.
Ich möchte Feline bis an ihr Lebensende begleiten und sie beschützen und ihr Vertrauen stärken. Da aber auch Feline wieder hohe Kosten verursacht, z.B. durch die demnächst anstehende Kastration, würde ich mich freuen, wenn sich einige liebe Menschen finden die Feline ihr glückliches Leben bei uns von Herzen gönnen und ihr eine kleine finanzielle Unterstützung in Form einer Patenschaft zukommen lassen... Hier können sie sich einen Antrag auf Patenschaft im PDF-Format herunterladen
Kontakt über die Hauptgeschäftsstelle, Postfach 4031, 32302 Lübbecke Telefon: 05771/607887 oder 0160/8314550
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