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Die Ärmsten der Armen...

...oder so ähnlich müsste diese Geschicht eigentlich beginnen, aber ich möchte nicht vorgreifen und doch lieber ganz von vorne anfangen:

Es ist mal wieder einer dieser Abende an denen man schon so irgendwie ahnt, dass noch irgend etwas Unvorhergesehenes kommen könnte. Als dann noch recht spät das Telefon klingelte, wird meine Ahnung zum Verdacht. Eine Frau ruft an und fragt, ob wir einen etwas älteren Rüden aus Rumänien aufnehmen könnten. Es wäre dort im Winter so bitterkalt und der Hund säße in diesem großen Tierheim mit über 3000 Leidensgenossen. Sie erzählt, dass sie sich bemühen würde für einige dieser armen Seelen Plätze in Deutschland zu finden, da viele von ihnen den Winter nicht überleben würden. Die Verhältnisse seien einfach zu schlecht.

Sie erzählt viel und aus meiner anfänglichen "Reserviertheit" (weil wir eigentlich finanziell völlig ausgelastet sind und aus diesem Grund gar keine älteren Nothunde mehr aufnehmen dürfen) wird Mitgefühl und Trauer. Ich sehe diesen armen alten Rüden vor meinem inneren Auge bereits frierend und hungernd in irgend einem Dreck liegen.... Noch während sie erzählt fange ich an zu grübeln, ob es auf dem Hof nicht vielleicht noch irgend einen kleinen Winkel gibt, der ihm als warmes Plätzchen dienen könnte. Mein Grübeln wird intensiver und nach einigen Minuten bin ich der Meinung, dass sich schon irgendwo ein schönes Plätzchen finden lässt. Sie meinte zwar, dass wir auf unserer Wiese nur eine isolierte Hütte aufstellen müssten, dann wäre das für ihn schon gut, aber der Meinung bin ich natürlich nicht. Wenn schon, dann auch richtig. Kurzum, ich sage zu, verspreche den Hund aufzunehmen. Sie verspricht sich bald wieder zu melden und mitzuteilen wann sie ihn bringt.

Dann höre ich lange Zeit nichts mehr und ich denke schon, dass sie vielleicht glücklicherweise für den Burschen irgendwo einen anderen Platz gefunden hat. Weit gefehlt. Wochen später, es ist an einem Samstag Abend, kommt der schon nicht mehr erwartet Anruf: "Ich bin gleich da... hab aber noch einige andere Nothunde mitgebraucht. Hoffe sie helfen uns. Tschüß" und schwupps, Handy aus, keine Verbindung zu mehr kriegen.

Ich bin völlig platt, fange aber schnell mal an den Platz für den Hund einzurichten. Innerlich koche ich... aber ich weiß, der Hund kann nix dafür und es interessiert ihn wenig, dass Samstag Abend ist und ich eigentlich etwas anderes auf dem Plan hatte. Dieser arme Hund hat wahrscheinlich nur Hunger und Durst und ist völlig fertig von der langen Fahrt. Während des Sekundengesprächs hatte sie mir noch eben mit auf den Weg gegeben, dass sie bereits seit Donnerstag unterwegs sei und die Hunde schon so lang in ihren Boxen säßen.

Kaum ist alles hergerichtet, kommt auch schon der weiße Sprinter auf den Hof gerollt. Noch während ich auf den Wagen zugehe, nehme ich mir fest vor, dass ich wirklich NUR diesen einen Hund annehmen werde, den ich vor ewigen Wochen zugesagt haben. Dann öffnet sich die hintere Türe des Transporters und ich sehe die armen Mäuse völlig verängstigt in ihren Boxen hocken. Ich frage sie, was sie mit den anderen Hunden denn nun macht, da ich ja nur auf einen Rüden eingerichtet sei. Sie schaut mich an und sagt: "Die müssen nun wohl wieder mit mir zurück nach Rumänien fahren. Wenn sie vielleicht wenigstens etwas Wasser für die Tiere hätten?!" Tränen stehen in ihren Augen und ich werde weich. Innerlich zerreiße ich fast, weil wir diese finanzielle Belastung einfach nicht tragen können, aber ich stelle wieder fest, ich kann kein Tier im Elend lassen... und schon gar nicht kann ich diese Hunde zurück in ihre kalten Zwinger nach Rumänien schicken. Ich gönne mir noch einige Sekunden des Überlegens, aber meine Entscheidung ist längst gefallen und so sage ich kurz und knapp: "Wieviele sind das noch? Auspacken! Alle!"....

Wir bringen die Hunde in eine auf die schnelle noch notdürftig hergerichtete Unterkunft. Schnell noch Wasser und Futter, viele viele warme Decken und viele viele Rotlichter und dann "komplementiere" ich die Dame von unserem Hof und bitte sie mich nicht noch einmal wegen "eines" Nofalls anzurufen.

Wütend, aber innerlich erleichtert, dass ich nicht NEIN gesagt habe, ziehe ich mir an diesem Abend die Decke über den Kopf und frage mich, wie das alles wieder gehen wird?! Eines habe ich auf den ersten Blick begriffen: Keiner dieser 4 Hunde wird unseren Hof jemals lebend verlassen können, denn zu vermitteln sind diese armen Geschöpfe ganz bestimmt nicht mehr. Sie sind absolut ängstlich und werden stocksteif, wenn man ihre Unterkunft nur betritt. Dazu noch total alt und grau... Diese Hunde haben in ihrem Leben sicherlich schon einige Hungersnöte, Ängste, Tritte und Schläge und klirrende Kälte ohne wärmende Decken auf gefrorenem Boden überstehen müssen... Diese armen alten Hund wurden in ihrem ganzen Leben 100%ig noch niemals von jemandem geliebt und umsorgt... Ich habe mir geschworen und ich habe es diesen armen alten Nase in einer stillen Minute versprochen, dass sie niemals wieder Schläge bekommen werden, niemals wieder frieren müssen und das sie definitiv auch niemals wieder Hunger erleiden müssen... und, ich habe jedem einen eigenen Namen geben, denn einen Namen hatte sie noch niemals in ihrem Leben....

An dieser Stelle möchte ich Ihnen unsere vier rumänischen Notnasen vorstellen und sie ganz herzlich um Unterstützung für die kleine Familie bitten. Wir hier am Schutzhof sind gerne bereit uns auch noch um diese Süßen zu kümmern, sie zu umsorgen und lieb zu haben und ihnen beizustehen, wenn sie demnächste vielleicht noch älter und gebrechlicher werden. Um diesen schönen Traum für die vier rumänischen "Notfelle" allerdings Wirklichkeit werden zu lassen, brauchen wir aber dringend ihre Hilfe!!! Finanzell schaffen wir es einfach nicht alleine!!!

Es wäre absolut schön, wenn sich für jeden der Hunde wenigstens ein Pate findet, der "seinen" Hund mit einer kleinen monatlichen Spende unterstützt.

Hier kommt Emmy, ein extrem verstörtes Mädel. Ein Hund dem das Leid vergangener Tag förmlich im Gesichtchen geschrieben steht.

!!! Emmy hat eine liebe Patin gefunden. Christine Albrecht (und Lucy) werden Emmy ihr Leben auf unserem Schutzhof ermöglichen !!! Vielen Dank !!!


Dieses hübsche Mädchen hat von uns den Namen Leni bekommen. Auch hier wieder Blicke die einem durch und durch gehen und die offene Frage, wieviel Elend und Kummer sie wohl schon durchleben musste?!

!!! Leni hat eine liebe Patin gefunden. Kerstin Walter wird Leni ihr Leben auf unserem Schutzhof ermöglichen !!! Vielen Dank !!!


Dieser fragende Blick wird von unserem Hundejungen Chuck auf uns gerichtet. Er ist der Scheuste und Ängstlichste der Familie. Dennoch scheint er die Wärme des Rotlichtes zu genießen und verlässt nur ganz selten seinen warmen Korb....


Hier sehen wir unseren Großvater Rudolf beim Zurecht machen seines Korbes. Rudolf ist der Älteste und wird auf ca. 14 - 15 Jahre geschätzt. Im Nachhinein bin ich unglaublich dankbar, dass sich alles so gefügt hat und das Rudolf wenigstens in den letzten Lebensmonaten noch Wärme und das Gefühl satt zu sein genießen darf. Rudolf ist leider vollständig taub und hat kaum noch Sehfähigkeit.

!!! Opi Rudolf hat liebe Paten gefunden. Susi und Marc Baron werden Rudolf sein Leben auf unserem Schutzhof ermöglichen !!! Vielen Dank !!!

Bitte helfen sie und unterstützen eine der Notnasen mit einer kleinen

Eine Patenschaft ist nicht bindend und kann jederzeit ohne Angabe von Gründen wieder aufgehoben werden. Durch klicken auf den Button laden sie ein Antragsformular im PDF. Bitte geben sie den Namen ihres Wunschpatenhundes an, damit wir die Patenschaft zuordnen können. Vielen Dank!!